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Ronja Maienfisch
25. Okt. 2023 • 2 min
Die Temperaturen draussen sinken, doch in der Wohnung soll es stets kuschelig warm sein. Das funktioniert auch, wenn wir dabei Energie sparen.
Heizen bei kalten Jahreszeiten ist wichtig, aber es sollte auch gewusst werden, wie. (ri, Pixabay)
Richtig Heizen im Winter ist wichtig. Nicht nur um sparsamer mit der Energie umzugehen, sondern auch um die eigenen Kosten zu senken. Ausserdem spart man sich Unannehmlichkeiten wie Schimmelbildung oder kalte Füsse.
Die Aussentemperatur hilft bei der Frage, ab wann man heizen soll. Wenn die Temperaturen unter 14 Grad fallen, es vermehrt regnet und seltener die Sonne scheint, ist das Bedürfnis nach Wärme in der Wohnung da. Generell sollte ab dem Zeitpunkt, wenn die Zimmertemperaturen unter 18 Grad fallen, mit dem Heizen begonnen werden. Die Wohnung muss aber keinesfalls zur Sauna werden! Für Wohnräume ist eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad ideal. Im Schlafzimmer dürfen es durchaus auch nur 18 Grad sein. Damit spart man Kosten und Energie. Wer bei diesen Innentemperaturen trotzdem zu kalt hat, sollte sich – bevor die Heizung weiter aufgedreht wird – etwas wärmer anziehen.
Das Heizen und Lüften soll im Einklang geschehen. Wer also richtig heizen will, muss auch richtig lüften. Das Motto soll lauten: Stosslüften statt Dauerkippen. Lässt man sein Fenster dauerhaft auf Kipp, entschwindet viel Wärme nach draussen. Ausserdem steigt das Risiko für Schimmelbildung. Schimmel bildet sich, wenn feuchte Luft auf die kalten Oberflächen der zu stark abgekühlten Wandflächen trifft. Daher ist es wichtig, diese Oberflächen warm zu halten. Wird ein paar Mal am Tag stossgelüftet, so bleibt die Luft in der Wohnung schön frisch und es geht nicht zu viel Energie verloren. Wird jedoch richtig gelüftet, aber die Fenster und Türen sind undicht, so hilft dies wenig. Dichtungen können mit den Jahren porös und somit undicht werden. Das kann im Winter zu grossen Verlusten führen, weshalb das Problem schnellstmöglich behoben werden sollte. Die Spalten können fürs Erste einfach mit Gummidichtungs- oder Schaumstoffband aus dem Baumarkt aufgefüllt werden. Zudem macht es – gerade in älteren Wohnungen – Sinn, wenn die Wand hinter der Heizung gedämmt wird. So verhindert man, dass „nach aussen geheizt“ wird. Dafür kann eine Isolationsschicht – am besten sucht man sich beim Kauf Beratung – direkt hinter der Heizung an der Wand befestigt und der Wärmeverlust gesenkt werden. Ein letzter Tipp für den Schluss: Wer in der Nacht das Fenster geöffnet hat, sollte vor dem Schlafengehen das Ventil am Heizkörper zudrehen. Ausserdem sollten die Heizungen auf Sparbetrieb geschaltet werden, wenn man in die Ferien geht. Selbst beim Wochenendausflug lohnt sich der Reduzierbetrieb.
Quellen und weitere Informationen
SRF: Richtig heizen - 5 Tipps vom Energieexperten
enegieschweiz pdf: Heizen mit Köpfchen
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