Was ich in diesem Projekt immer wieder gemerkt habe: Mir macht es einfach Spass, so zu arbeiten. Nutzerzentriert denken, verschiedene Methoden ausprobieren, testen, gestalten, hinterfragen. Dieser Prozess ist zwar manchmal herausfordernd, aber genau das macht ihn für mich spannend und motivierend.
Eine wichtige Grundlage des Projekts war für mich die heuristische Evaluation zu Beginn. Sie hat mir geholfen, systematisch in die Analyse einzusteigen und nicht nur aus dem Bauch heraus zu beurteilen. Natürlich ersetzt sie keine echten Nutzerreaktionen aber sie war eine gute Basis, auf der ich aufbauen konnte. Die Kombination mit Testings und Fokusgruppen war dann besonders hilfreich, um die Annahmen zu überprüfen und neue Perspektiven zu gewinnen.
In diesem Projekt habe ich gemerkt, wie gut sich einzelne UX-Methoden ergänzen können, besonders die Kombination aus Empathy Map und User Journey hat für mich sehr viel Sinn ergeben. Beide Werkzeuge liefern auch einzeln wertvolle Erkenntnisse, aber zusammen haben sie ein deutlich runderes Bild ergeben. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Testpersonen diese Verbindung intuitiv nachvollziehen konnten, was die Ergebnisse nochmals gestärkt hat.
Was mir ebenfalls stark aufgefallen ist: Wie aufwendig Mockups sein können. Besonders in Figma mit allen Animationen und Details. ch habe in der Vergangenheit zwar viele Prototypen erstellt, aber dabei selten so viel Wert auf Animationen und Details gelegt wie diesmal. Gerade im High-Fidelity-Mockup war das deutlich spürbar: Es braucht Zeit und Konzentration, um alles sauber umzusetzen. Deshalb hat sich das vorherige Lo-Fi-Mockup sehr gelohnt. Es hat mir geholfen, mich zuerst auf das Grundgerüst zu konzentrieren, bevor ich mich mit den gestalterischen Feinheiten beschäftigt habe. Auch wenn es in dem Moment manchmal wie ein Umweg wirkte, hat es sich im Nachhinein jedes Mal ausgezahlt.
Insgesamt habe ich durch dieses Projekt nicht nur Methoden angewendet, sondern wirklich verstanden, wie sie zusammenwirken und wie wichtig es ist, strukturiert und mit klarem Fokus auf die Nutzer vorzugehen. Dieses Zusammenspiel von Analyse, Gestaltung und Feedback war für mich sehr lehrreich und hat mir gezeigt, wie viel hinter einer durchdachten User Experience steckt.
Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Wenn mehr Zeit zur Verfügung steht, würde ich beim nächsten Mal überlegen, die Probanden noch stärker in den Entstehungsprozess einzubeziehen, zum Beispiel, indem man Personas oder Empathy Maps gemeinsam mit ihnen entwickelt. Ich glaube, das könnte zusätzliche Perspektiven eröffnen und den Einblick in ihre Denkweise noch vertiefen.
In diesem Projekt war das allerdings schwierig umzusetzen, da viele potenzielle Teilnehmende selbst stark eingespannt waren, sei es durch ihre eigene Bachelorarbeit oder laufende Prüfungen. Schon ein einstündiger Testtermin war teilweise schwierig koordinierbar. Als Ergänzung zur reinen Beobachtung und Befragung würde ich das aber definitiv spannend finden.